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Making Art - Taking Part!? Ambivalenzen partizipativer und intervenierender Kunst

Symposium mit Vorträgen und künstlerischen Workshops
in deutscher und englischer Sprache
16. bis 18. November 2015

 

Partizipation und Intervention sind häufig verwendete Schlagworte in der zeitgenössischen Kunst. Sie rufen aber auch unbehagliche Ambivalenzen hervor, die wir in diesem Symposium bearbeiten und produktiv machen wollen.


Wenn wir partizipatorische und intervenierende Kunst als Praxen im Sinne der Vielstimmigkeit verstehen, die nicht nur im Kunstsystem Veränderungen anstreben, sondern auch sozialen und politischen Wandel evozieren wollen, dann stellt sich die Frage nach deren Möglichkeiten und Grenzen im Kontext eines gegenwärtig vorherrschenden Neoliberalismus (Milevska 2015). Ist das vielen partizipatorischen Kunstpraxen innewohnende „Versprechen von Demokratisierung und Emanzipation" tatsächlich eine „mission impossible" (Milevska 2015)? Auch die Kunstwissenschaftlerin Silke Feldhoff fragt (2012) in Bezug auf partizipative Kunst: „Spaß, Alptraum - oder gesellschaftlicher Imperativ?"


Ausgehend von künstlerischen Praxen, die mit Beteiligung arbeiten und dies auch (selbst-)kritisch im Sinne der Möglichkeit des Scheiterns verhandeln, fragten wir in diesem Symposium: Wie werden Teilhabe und Intervention in verschiedenen künstlerischen Arbeiten und Projekten konkret „gelebt"? Welche Ambivalenzen und Widersprüche werden an der Schnittstelle von Kunst und gesellschaftlichem Eingreifen sichtbar? Wie gehen partizipative und intervenierende künstlerische Praxen mit der Gefahr der Instrumentalisierung und der Neutralisierung ihres politischen Anspruchs um? Und welche künstlerischen Arbeiten, Praxen und Strategien können in vielfältigen Bildungskontexten - in der Schule oder in Community-Projekten Gewohntes und Gelerntes aufbrechen und neue Handlungsräume eröffnen? Damit geht auch die Hinterfragung der SprecherInnenrolle einher: Wie werden Sprech- und handlungsräume eröffnet und angeeignet - und von wem?


Wir luden KünstlerInnen aus unterschiedlichen Kontexten ein, ihre Arbeiten vorzustellen und zu diskutieren und mit den TeilnehmerInnen des Symposiums in künstlerischen Workshops die Fragestellungen zu bearbeiten. Eröffnet wurde das Symposium mit Vorträgen der Theoretikerin Suzana Milevska (Skopje), der Kunstwissenschaftlerin Silke Feldhoff (Berlin), und der Kuratorin Katharina Morawek (Zürich/Wien). Es folgten Workshops von und mit Martin Krenn (Wien), Moira Zoitl (Berlin), Marko Dinic und Katharina Kapsamer (Bureau du Grand Mot, Salzburg).


Organisiert im Rahmen des Sparkling Science-Projektes „Making Art - Taking Part!" (www.takingpart.at).
In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule, Institut für Gesellschaftliches Lernen und Politische Bildung.

 


Referenzen:
Silke Feldhoff (2012): Partizipative Kunst. Spaß, Alptraum - oder gesellschaftlicher Imperativ? In: faktor kunst 2011. Ideen und Konzepte für partizipatorische Kunstprojekte. Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft (Hg)., Bonn, S. 72-75.


Suzana Milevska (2015): Auf der neoliberalen Bühne: Die uneingelösten Versprechen und Hoffnungen partizipatorischer Kunst für die Demokratisierung der Gesellschaft. In: Bildpunkt „Demokratie im Präsens", http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt/bildpunkt-2015/demokratie-im-praesens/auf-der-neoliberalen-buehne.htm

 

W&K-Forum: „Mission impossible?"

KünstlerInnen diskutieren Möglichkeiten und Grenzen gesellschaftlicher Mitgestaltung


16.11.2015, 18.00 - 19.30 Uhr

mit Martin Krenn (Wien), Moira Zoitl (Berlin) und Bureau du Grand Mot (Salzburg).

Moderation: Elke Smodics und Elke Zobl
Begrüßung: Gerbert Schwaighofer, Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft & Kunst


Ort: Salzburger Kunstverein in der Ausstellung "AA Bronson's Garden of Earthly Delights"


Teilhabe, Partizipation, Intervention. Von der passiven Rezeption von Kunstwerken zur aktiven Mitgestaltung von künstlerischen Prozessen? Viele - oftmals inflationär und inhaltsleer verwendete - Schlagworte benennen die Möglichkeiten der Beteiligung von Menschen in künstlerischen Projekten. Doch was heißt es konkret von der künstlerischen Praxis ausgehend, wenn sich unterschiedliche Menschen aktiv an künstlerischen Projekten und Arbeiten beteiligen? Was treibt KünstlerInnen an und bewegt sie, wenn sie im Austausch mit anderen Menschen künstlerische Prozesse und Projekte gestalten? In welchen Momenten werden die Möglichkeiten - aber auch die Grenzen - sichtbar, in denen sich Handlungsspielräume an der Schnittstelle von Kunst und gesellschaftlichem Eingreifen öffnen können? Wir diskutieren diese Fragen mit den drei - aus der bildenden Kunst kommenden - KünstlerInnen Katharina Kapsamer (Bureau du Grand Mot, Salzburg), Martin Krenn (Wien) und Moira Zoitl (Berlin) und anhand konkreter Beispiele aus ihrer künstlerischer Praxis.

 

In Kooperation mit dem Salzburger Kunstverein.

 

Eindrücke vom W+K-Forum "Mission Impossible"

Katharina Kapsamer, Martin Krenn, Elke Smodics, Elke Zobl (v.li.)
Moira Zoitl
Elke Smodics, Elke Zobl (v.li.)

Eindrücke vom Symposium

Begrüßung: Elke Zobl, Laila Huber, Elke Smodics
Suzana Milevska
Silke Feldhoff
Martin Krenn
Suzana Milevska
Katharina Morawek
Katharina Morawek, Elke Zobl
Marko Dinic
Workshop mit Katharina Kapsamer und Marko Dinic
Workshop mit Martin Krenn
Workshop mit Martin Krenn
Workshop mit Martin Krenn
Workshop mit Katharina Kapsamer und Marko Dinic
Workshop mit Katharina Kapsamer und Marko Dinic
Workshop mit Katharina Kapsamer und Marko Dinic
Präsentation der Workshop-Ergebnisse

Keynotes

Suzana Milevska: "Infelicitous" Participatory and Activist Art on the Neoliberal Stage: The promises and hopes of participatory arts for the democratisation of society

Abstract: The lecture will address the promises and paradoxes surrounding participatory art practices and activist events when they are conceptualised as means for social change while taking place within art institutions. Some of the contradictions lead to preventing the transformative potentials of participatory and activist art from being acted out and from having a concrete impact on the democratisation of society. Such art practices often are even derailed and turn into a completely opposite direction from their initial intentions. The main aim of this lecture is to unravel why and how the "promise" for social changes fails, or is partly unfulfilled and becomes "infelicitous" performative speech acts - in J. A. Austin's terms- in the neoliberal socio-political and economic context.

 

Prof. Dr. Suzana Milevska is an independent curator and theorist of art and culture based in Skopje, Macedonia. Her projects focus on postcolonial critique of identity politics and the hegemonic power regimes of representation at the intersection of gender, ethnicity, race and sexuality. She was a Fulbright Senior Research Scholar and has a Ph.D. in Visual Cultures from Goldsmiths College London. In 2010 she published the book Gender Difference in the Balkans and edited the book The Renaming Machine: The Book. She was the Endowed Professor for History of Central and South Eastern European Art Histories at the Academy of Fine Art in Vienna and a visiting professor at the Visual Culture Unit - Technical University Vienna (2013-15).

Katharina Morawek: "The Whole World in Zurich / Die Ganze Welt in Zürich. Kollaborative und transformative Strategien der Verhandlung von ‚StadtbürgerInnenschaft‘“

Abstract: Das Projekt „Die ganze Welt in Zürich" (eine Zusammenarbeit der Shedhalle Zürich und des Künstlers Martin Krenn) fragt nach rechtlicher, politischer, sozialer und kultureller Teilhabe an der Gesellschaft und erforscht, wie das Konzept einer StadtbürgerInnenschaft für alle in Zürich lebenden Menschen umgesetzt werden könnte. Im Zentrum des Projekts steht die Ausarbeitung von konkreten, umsetzbaren Interventionen in die Zürcher Stadtpolitik, welche im Dialog mit Interessensgruppen und StakeholderInnen entwickelt werden. Darüber hinaus entwickelt es utopische Szenarien, die ein anderes Zürich vorstellbar machen, in dem alle BewohnerInnen ungeachtet ihres Aufenthaltsstatus gleiche Rechte besitzen. Die Shedhalle orientiert sich an einem "transformativen" Vermittlungsbegriff, der die Shedhalle und ihre Arbeit unterschiedlichen Öffentlichkeiten zur Diskussion stellt; Netzwerkarbeit und Austausch mit Akteur_innen, Organisationen und Gruppen mit dem Ziel der Erweiterung des Netzwerks betreibt; im Rahmen von kollaborativen Projekten gemeinsame Interessen aushandelt sowie darum bemüht ist, die Shedhalle selbst als Akteur_in in gesellschaftlichen Debatten zu stärken.


Katharina Morawek ist Kuratorin und Geschäftsleiterin der Shedhalle Zürich. Sie war Vermittlerin am Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien und lehrte an der Akademie der bildenden Künste Wien und der F+F Schule für Kunst und Medien in Zürich. Sie ist Herausgeberin der Anthologie „Diktatorpuppe zerstört, Schaden gering. Kunst und Geschichtspolitik im Postnazismus" (Mandelbaum 2012, gemeinsam mit Lisa Bolyos) und Teil verschiedener migrationspolitischer und geschichtspolitischer Organisierungen, etwa der Bewegung „Wir alle sind Zürich".

Silke Feldhoff: „Wozu das Ganze? Absichten, Zwecke und Wirkungen sozietärer künstlerischer Partizipationsprojekte"

Abstract: Ausgehend von Beispielen aus den letzten fünfzehn Jahren geht der Vortrag der Frage nach, warum sich Auftraggeber*innen, Geldgeber*innen, Künstler*innen und Projektteilnehmer*innen in das in vielfacher Hinsicht prekäre Gefüge sozietärer partizipatorischer Experimente begeben. Welche Absichten motivieren jeweils die Teilnahme oder Teilhabe, welche Zwecke verfolgen die einzelnen Stakeholder - welche Wirkungen lassen sich schließlich festhalten oder gar quantifizieren? Diskutiert werden u.a. Projekte der Künstler*innen Andrea Knobloch, Reinigungsgesellschaft, Frank Bölter, Oscar Ardilla und Katja Sudec, Stephan Kurr und Silke Riechert.


Dr. Silke Feldhoff, Kunstwissenschaftlerin, Dissertation UdK Berlin: „Zwischen Spiel und Politik. Partizipation als Strategie und Praxis in der Kunst" (2009); Forschung zu Partizipation in Kunst und Kunstvermittlung sowie zu Formen des Lehrens und Lernens von Kunst (Olafur Eliassons Institut für Raumexperimente, Berlin; HGB Leipzig); Dozentin an der UdK Berlin, Hochschule für Bildende Kunst Hamburg, Hochschule der Künste Bern; weissensee kunsthochschule berlin, Universität Erfurt, Kunsthochschule Mainz, Bauhaus-Universität Weimar; tätig in der Kunstvermittlung u.a. für Deutsche Bank KunstHalle, KW Institut for Contemporary Art, Berlin Biennale sowie als Kuratorin u.a. für Hochschulgalerie der HGB Leipzig

Workshops

Martin Krenn: „Woran teilnehmen und wozu? Ein Workshop über die Grundlagen partizipativer Kunst"

Abstract: Was macht die spezifische Qualität von Kunst aus? Wann wird eine künstlerische Intervention politisch? Was bedeutet es, partizipative Öffentlichkeiten herzustellen?
Um diesen Fragen nachgehen zu können, werden wir am Anfang des Workshops eine Klärung von zentralen Begriffen vornehmen. Ausgehend von einer kritischen Lektüre von Boris Groys Text On Art Activism (2014), in welchem der Autor eine Unterscheidung zwischen „artistic aestheticization" und „design aestheticization" vornimmt, werden wir uns zudem die grundlegende Frage nach dem Sinn partizipativer Kunst stellen. Das Ziel ist es, innerhalb des Workshops einen Leitfaden zum Verständnis partizipativer und interventionistischer Kunst zu entwickeln, dabei eine theoretische Grundlegung zu skizzieren und erste Kriterien dazu zu erarbeiten. Diese Kriterien werden wir im zweiten Teil des Workshops am konkreten Beispiel der Toolbox des Projektes Making Art, Media Change erproben und überlegen, wie die Toolbox für Interventionen in den öffentlichen Raum im Rahmen von Making Art - Taking Part! weiterentwickelt werden kann.

 

Weiterführende Links:
www.e-flux.com/journal/on-art-activism
martinkrenn.net/the_political_sphere_in_art_practices

www.makingart.at/toolbox/

 

Martin Krenn, geb. 1970, ist Künstler und seit 2006 Universitätslektor an der Universität für angewandte Kunst Wien, Abteilung Kunst und kommunikative Praxis (KKP), Wien.
Er schloss sowohl ein Kunststudium an der Universität für angewandte Kunst Wien (1991 - 1997) als auch das Studium der elektronischen Musik an der Universität für darstellende Kunst Wien (1992 - 1996) ab. 2006 - 2009 war er Vorsitzender der IG Bildende Kunst. 2011 - 2015 erhielt er das Vice-Chancellor's Research Scholarship der University of Ulster (UK) und setzte sich im Rahmen seines Ph.D. Projektes mit dem politischen Raum in sozial engagierten Kunstprojekten auseinander.
Krenn verschränkt in seiner Praxis Kunst, soziales Engagement und politischen Aktivismus. Seine Projekte, Fotoarbeiten und Filme widmen sich schwerpunktmäßig der Rassismuskritik, der Erinnerungs- und Gedenkarbeit sowie verschiedenen Kampagnen zu Bleiberecht, Asylwesen und Migrationsfragen. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
www.martinkrenn.net

 

Moira Zoitl: "Von der Selbst-Kartographierung zur Intervention im Stadtraum"

Abstract: Am Anfang des Workshop steht die Verortung der eigenen Person am Stadtplan von Salzburg. Mittels Text und Skizze werden Orte an denen man sich tagtäglich bewegt markiert. Dies soll in einen Prozess der Selbst-Kartografierung münden: Von wo ich starte ist ein physischer Ort und zugleich ein ‚Ort' der einen gesellschaftlichen Status aufzeigt. Er markiert auch einen kulturellen, sozialen, oder ethnischen Hintergrund von dem aus ich spreche. Dies führt zur Frage ob die Stadt jedem in gleicher Weise offen steht? Gibt es Barrieren? Wer stellt diese her und wie sehen die aus? Der zweite Tag des Workshops ist der Erkundung des Stadtraums gewidmet. Die Teilnehmer_innen suchen in Kleingruppen für sie zentrale Orte auf, dokumentieren sie und versuchen mittels kleiner Interventionen Veränderungen herzustellen und Strategien der Aneignung zu entwickeln.

 

Moira Zoitl, geboren in Salzburg, lebt und arbeitet in Berlin. Von 1990 bis 1997 Studium an der Universität für angewandte Kunst, Wien (Diplom 1995); und 1997 an der Universität der Künste, Berlin (Visuelle Kommunikation). Seit 1994 Einladungen zu verschiedensten Projekten und Auslandsstipendien: u.a. Rom (1998/99, bm:ukk - Österreichisches Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur), Hong Kong (2002/2004), Bukarest (2006, Goethe Institut), Beijing (2010, Land Salzburg), Mumbai (2015, Goethe Institut). Sie erhielt u. a. 2001 den Österreichischen Förderpreis und 2004 das Österreichische Staatsstipendium für Bildende Kunst (bm:ukk). In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sich Moira Zoitl mit gesellschaftspolitischen Themen wie Migration, Stadtentwicklung, Gender sowie (Auto)biografie- und Identitätsfragen.

www.moirazoitl.com

Katharina Kapsamer & Marko Dinic (Bureau du Grand Mot): "The games we play"

Abstract: Installationen, Performances, Interventionen: All diese Begriffe weiten sich aus, wenn das Konzept des Raums in Frage gestellt wird, der Begriff des Raumes selbst erweitert wird. Längst hat die Kunst die Definitionen erweitert, gedehnt, über Bord geworfen, zerschlagen, wieder zusammengesetzt. Auch der Raum rückte immer näher in den Fokus zeitgenössischer Künstler wie John Cage, Merce Cunningham, Yoko Ono, Marina Abramovic, Joseph Beuys, Hervé Fischer, der Kollektive Judson Church, WochenKlausur oder E.A.T. Doch was ist öffentlicher und was ist nicht-öffentlicher Raum? Wo fängt er an, wo endet er? Wie erschließt man Raum und wie bespielt man ihn? In ihrem Workshop zeigen Katharina Kapsamer und Marko Dinic Möglichkeiten partizipativer Bespielung öffentlicher Räume. Dabei stehen verschiede Übungen aus der Performancekunst, der bildenden Kunst, der Literatur und des Theaters im Vordergrund. Diese Übungen dienen der Ausarbeitung eines Konzepts, das später in einem öffentlichen Raum gemeinsam erprobt werden soll.

 

Katharina Kapsamer, geboren 1987 in Wels. Lebt und arbeitet in Salzburg. 2011-2012 Institut Supérieur des Beaux-Arts de Besançon (F), 2006-2012 Universität Mozarteum | Klasse für Bildhauerei & Grafik. In ihrer künstlerischen Arbeit verwertet Katharina Kapsamer oftmals ihre Untersuchungen in urbanen Räumen. Ihre Schwerpunkte sind vor allem Soziologische Kunst sowie Intervention im öffentlichen Raum. Ihre Arbeit wurde 2012 im Rahmen des Festivals „Les Beaux-Arts s'invitent au Musée" am Musée des Beaux-Arts de Besançon gezeigt. Verschiedene Projekte führten sie 2012 nach Montréal (CAN), wo sie unter anderem am Festival 100 en 1 jour beteiligt war. 2013 gründete sie die Kunstinitiative UPALONG und konzentriert sich seither verstärkt auf Projektvernetzung und transdisziplinäre Kollektivarbeit. 2014 bezog sie mit dem Kunstkollektiv Bureau du Grand Mot das Förderatelier im Salzburger Kunstverein. Infos: www.upalong.wordpress.com, Kontakt: mailupalong@gmail.com


Marko Dinic, geboren 1988 in Wien, lebt und arbeitet als freischaffender Autor und Konzeptkünstler in Salzburg. Unstetes Leben pendelnd zwischen Städten wie Belgrad, Stuttgart, München und Salzburg. Seit 2008 Studium der Germanistik und Jüdischen Kulturgeschichte in Salzburg. Im Frühjahr 2012 erschien sein erster Gedichtband unter dem Titel namen: pfade. Zahlreiche Lesungen im deutschsprachigen Raum u.a. beim Literaturfest Salzburg, bei der Frankfurter Buchmesse und beim hoergeREDE Festival für Neue Musik und Literatur. Zusammenarbeit mit dem Friedensbüro in Salzburg zum Thema Identität im ehemaligen Jugoslawien. Preise und Stipendien (Auswahl): • Stadtschreiber von Schwaz 2016 • Startstipendium für Literatur 2015 des BKA • Artist-in-Residence-Stipendium der Stadt Brno 2014 • 3. Preis in der Kategorie Prosa beim exil-literaturpreis 2013; Literarische Publikationen (Auswahl): • Marko Dinić/Felicitas Biller (Hrsg.): warten auf das große wort. Eine Anthologie des Bureau du Grand Mot. Salzburg: Edition Tandem 2013. • Marko Dinic: Verortungen eines Kleinstadtbewohners. In: exil-preis-texte. Wien: Edition Exil 2013. • Marko Dinic: Drei Gedichte. In: Lyrik von Jetzt 3. Göttingen: Wallstein Verlag 2015, S. 230f.

Lektüreempfehlungen

Lektüreempfehlungen der ReferentInnen und KünstlerInnen (die Texte liegen am Programmbereich im Büro 1.19. bei Roswitha Gabriel auf):

 

ReferentInnen:
• Milevska, Suzana (2015). Auf der neoliberalen Bühne: Die uneingelösten Versprechen und Hoffnungen partizipatorischer Kunst für die Demokratisierung der Gesellschaft. Bildpunkt „Demokratie im Präsens", spring 2015, www.igbildendekunst.at/bildpunkt/bildpunkt-2015/demokratie-im-praesens/auf-der-neoliberalen-buehne.htm


• Morawek, Katharina (2015): Städte statt Staaten, in: WOZ - Die Wochenzeitung, Ausgabe Nr. 28 vom 09.07.2015, www.woz.ch/-607c


• Feldhoff, Silke (2009): „Formen partizipatorischer Praxis in der Kunst. Begriffe, Entwicklungen, Typen. Eine Standortbestimmung", eine Zusammenfassung meiner Dissertation, veröffentlicht in: Frank Bölter, Katalog Columbus Art Foundation Leipzig (columbus books| Revolver Publishing), S. 157-173.


KünstlerInnen:

• Cumma Papers # 15: Interventions in History Politics as Artistic Strategy. An Interview with Martin Krenn, Online: cummastudies.files.wordpress.com/2015/06/cumma-papers-15.pdf


• Dinic, Marco (2013): verortungen eines kleinstadtbewohners oder: der unbekannte. eine beschreibung.


• Fischer, Hervé (1977): Théorie de l'art sociologique, Casterman.


• KATALOG / CATALOGUE: Moira Zoitl-Doppelagent-in / Double Agent, The Green Box, Berlin 2014 (darin: Franziska Lesák und Moira Zoitl im Gespräch, S. 19-21 und Ute Vorkoeper: Treffende Zusammenschnitte. Moira Zoitls Installation Fliehkraft, S.28-45)