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Lehrangebot Wintersemester 2017/18

Alle Lehrveranstaltungen sind auch als freie Wahlfächer im Schwerpunktmodul „Die Künste und die Öffentlichkeiten" sowie individuell in Curricula am MOZ und PLUS anrechenbar. Dazu bitte auf die Einträge im PLUS online achten.

 

Basismodul: Themenfeld: Künstlerische Prozesse in soziokulturellen Kontexten:

VU Kulturarbeit und künstlerische Praktiken in der Migrationsgesellschaft (Anita Moser, 2 Std., 4 ECTS)

Kennzeichnend für eine „Migrationsgesellschaft" sind gesamtgesellschaftliche Veränderungen als Folge von Migration, beispielsweise neu entstehende (Selbst )Verortungen und Handlungsformen, Mehrfach-Zugehörigkeiten, transnationale Identitäten und Räume, aber auch Diskriminierungen, rassistische Prozesse und Strukturen. Wie prägen diese Phänomene das Feld von Kunst und Kultur und wie werden sie darin (kritisch) verhandelt? Dieser Frage gehen wir, ausgehend von Kultur und Medienprojekten sowie künstlerischen Arbeiten nach, wobei ein Fokus auf Fluchtkontexten liegen wird. Im Anschluss an eine theoretische Fundierung beschäftigen wir uns mit folgenden Aspekten: Welche inhaltlichen Zugänge und künstlerischen Strategien lassen sich feststellen? An wen richten sich die Projekte und wer sind die Mitwirkenden? Wie wird Ungleichheiten entgegengewirkt und wodurch werden sie reproduziert? Inwieweit werden dominante Diskurse unterlaufen und neue Perspektiven eröffnet?
Wir arbeiten mit einem Methodenmix aus Präsentationen und Diskussionsformaten, wobei in Kleingruppen oder Einzelarbeiten künstlerische Positionen und Kultur-/Medienprojekte recherchiert und analysiert werden. Eine Exkursion zu Initiativen in Salzburg sowie ein Gastgespräch wird Einblicke in die Praxis geben. Teil der Lehrveranstaltung ist zudem ein Symposium zu künstlerischen und medialen Interventionen im Kontext von Flucht. Ziel ist die praxisnahe Auseinandersetzung mit Kunst- und Kulturprojekten, deren kritische Reflexion sowie die Entwicklung differenzierter Perspektiven auf das Thema.
Die Lehrveranstaltung findet in Kooperation mit der am FB Kommunikationswissenschaft angesiedelten Lehrveranstaltung UE „Medien und kulturelle Produktionen in Fluchtdiskursen: vergleichende Analysen" statt.

 

Zur Anmeldung in PLUSonline

 

Aufbaumodul: Grundlagen des Kulturmanagements: Kulturelle Projektmanagementpraxis

UE Internationale Projektarbeit: Künstlerische Zusammenarbeit und kulturelle Begegnung (Marcel Bleuler, 2 Std, 2 ECTS)

In dieser praxis- und diskussionsorientierten Lehrveranstaltung setzen wir uns mit internationalen Projekten auseinander, die Austausch und künstlerische Kollaboration über politische, gesellschaftliche und kulturelle Grenzen hinweg verfolgen. Wer in diesem Bereich arbeitet, begibt sich in ein vielschichtiges Spannungsfeld. Die Positionierung in (fremden) lokalen Bedingungen wird dabei ebenso zur Reibungsfläche wie die Auswirkungen von globalen Ungleichheitsverhältnissen und kultureller Differenz. Vor dem Hintergrund dieses Spannungsfeldes fragen wir danach, wie Austausch und Zusammenarbeit kritisch konzipiert und umgesetzt werden können. Unter welchen Bedingungen kann Dialog entstehen? Wie kann Ungleichheit als ein produktiver Faktor einbezogen werden? Wie wird mit Rollenzuschreibungen und ungleicher Privilegienverteilung umgegangen? Wie kann in vor Ort bestehende Verhältnisse interveniert werden, und welche Ansätze an der Schnittstelle zum Aktivismus gibt es?
Im Sinne einer Diskussions-Werkstatt nähern wir uns dem Thema über die Auseinandersetzung mit konkreten Projekten, Arbeitsprozessen und Dokumentationen an. Wir nehmen die Perspektiven von Kunstschaffenden, Organisator*innen, Geldgeber*innen und Teilnehmenden ein und entwickeln ein kritische Verständnis für Projektkonzepte und Kommunikationsstrategien.

 

Auch anrechenbar für: Aufbaumodul: Kritische kulturelle Produktion: Kollaborative Projektentwicklung

 

Zur Anmeldung in PLUSonline


UE Speaking and Writing about Art in English (incl. Projectdevelopment) (Lisa Rosenblatt, 2 Std., 2 ECTS)

In this course students will have the chance to practice both spoken and written English relevant to an arts management context. The main focus is on language used within the world of art and culture. The course consists of in-class learning and exercises and also hands-on work in the realization of a class project: The first block of sessions will include listening and speaking exercises, short debates, exercises for vocabulary expansion, and pronunciation practice as well as exercises for improving grammar, editing, writing, and presenting in the arts management context.
In the second block the students will realize an event or project they choose themselves, which is related to arts management as a learning-by-doing experience, e.g.: If staging an event, it will be a mock event meaning that it can be stopped anytime for corrections, explanation, or questions. For example, should the class decide to prepare an exhibition opening or a panel discussion on an exhibition, the second block will comprise planning and realizing the actual event. Should the class decide to produce a publication, for example, of artist interviews, they will be responsible for carrying out the interviews, editing, coordinating the publication, and completing the project through to publication.

 

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Aufbaumodul: Kritische kulturelle Produktion: Kritische Kulturproduktion:

VU: Kultur für alle!? Teilhabe, Zugänge, Barrieren und Ausschlüsse in Kunst und Kultur (Elke Zobl, 2 Std., 4 ECTS)

„Kultur für alle!" war die kulturpolitische Forderung der 1970er/80er Jahrere. Mit dem antihierarchischen Konzept wird die Vision einer kulturelle Teilhabe „aller" in einer heterogenen Gesellschaft lebenden Menschen eingefordert. Ebenso wurde "das Recht am kulturellen Leben teilzunehmen" als ein Menschenrecht formuliert. Im Zuge einer Kritik am elitären Kulturbegriff wurde aus dem - zunehmend bedeutungsleeren - Slogan ein „Kultur von allen für alle" und im Zuge der aktuellen Debatten um kulturelle Diversität, Cultural Citizenship und Do-It-Yourself Kultur zu einem „Kultur mit allen".
In dieser Lehrveranstaltung erschließen wir das Themenfeld kultureller Teilhabe: Wie hat sich die Idee einer „Kultur für alle" in eine „Kultur mit allen" verändert? Welche Möglichkeiten der Teilhabe und Öffnung der Zugänge und welche Art der Barrieren und Ausschlüsse gibt es?
Wir nähern uns diesen Fragestellungen durch die Lektüre von Texten und Recherche von Projekten sowie durch eine Reihe von Gastvorträgen und Exkursionen zu Salzburger Kunst- und Kulturinstitutionen" und erarbeiten mit der Methode des kollektiven kritischen Kartographierens Materialien und kritische Konzeptansätze.

 

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Aufbaumodul: Kritische kulturelle Produktion: Kollaborative Projektentwicklung:

UE Kultur für alle!? Entwicklung von Vermittlungsformaten im Kunst- und Kulturbereich (Elke Smodics, 2 Std., 2 ECTS)

Öffentliche Kulturinstitutionen wollen seit den späten 70er Jahren mit dem antihierarchischen Konzept „für alle" da sein. Aber wer sind alle? Ein demokratischer kulturvermittelnder Anspruch eröffnet vielschichtige sowie weitreichende Be-Deutungswege. Was geschieht jedoch, wenn das Wissen und Wollen der „Anderen" nicht den Erwartungen von Institutionen und Vermittler*innen entspricht?
Entlang ausgewählter Projekte von institutioneller und autonomer Kunst- und Kulturarbeit werden Vermittlungsansätze analysiert, die den Anspruch haben, die Setzung „alle" zu adressieren und im Sinne eines demokratischen Ansatzes neu zu definieren.
Die Übung gibt Einführung und Überblick zu Begriffen und Fragestellungen einer kritischen Kunst- und Kulturvermittlung, die sich mit Ausschlüssen und mit Strategien zur inhaltlichen und strukturellen Öffnung von Institutionen auseinandersetzt. Ausgehend von Ausstellungsbesuchen und Streifzügen durch die Stadt, erarbeiten wir partizipative Kunst- und Kulturvermittlungsinterventionen.

 

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Lehrangebot Sommersemester 2017

Alle Lehrveranstaltungen sind auch als freie Wahlfächer im Schwerpunktmodul „Die Künste und die Öffentlichkeiten" sowie individuell in Curricula am MOZ und PLUS anrechenbar. Dazu bitte auf die Einträge im PLUS online achten.

 

Basismodul: Themenfeld: Künstlerische Prozesse in soziokulturellen Kontexten:

7hoch2 - Der Stadtraum Salzburg als kulturelle Verhandlungszone (Teil A) (VÜ, 2-stdg., 4 ECTS, Siglinde Lang, Sandra Chatterjee)

Die eigene Lebenswelt aktiv mitgestalten zu können, gilt als zivilgesellschaftliches Grundrecht. Um dabei auch dem Verständnis einer „cultural citizenship" gerecht zu werden, brauchen Bürger*innen nicht nur Zugang zu Kunst und Kultur, sondern auch „Werkzeuge", die ihnen ermöglichen, auf Basis ihrer eigenen Kompetenzen und ihres Vorwissen kulturelle Bedeutungsproduktionen mitgestalten zu können. Diesen Ansatz in das Diskursfeld `Kunst - Zivilgesellschaft - Kultur - Stadtraum: Salzburg´ rückend, setzt sich die Lehrveranstaltung anhand von 7hoch2 //Festival für zivile Auftragskunst (www.7hoch2.net) mit aktuellen Formaten, Prozessen und Herausforderungen von kollaborativen künstlerisch-kulturellen Projekten auseinander und sucht ihr Verhältnis zum Lebensraum Stadt zu erörtern.
Anhand aktueller Fachliteratur und laufender Diskurse wird das 7hoch2 zugrundeliegende kulturmanageriale/-wissenschaftliche Konzept vorgestellt und erläutert, danach werden jene während des Festivals entstandenen künstlerischen Prozesse und Projekte analysiert und in einem abschließenden Symposium in einem erweiterten Diskussionrahmen reflektiert.

 

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7hoch2 - Der Stadtraum Salzburg als kulturelle Verhandlungszone (Teil B) (UE, 2-stdg., 2 ECTS, Siglinde Lang, Sandra Chatterjee)

In unmittelbarer Zusammenarbeit mit 7hoch2 // Festival für zivile Auftragskunst (24.4.-30.4., siehe: www.7hoch2.net) wird anhand verschiedener begleitender wissenschaftlichen Methoden (u.a. narrative Interviews, teilnehmende Beobachtung, wissenschaftliches und/oder künstlerisches Tagebuch) die konkrete Zusammenarbeit von Kunstschaffenden, Kulturarbeiter*innen und zivilen Personen analysiert: Was sind Motivationsgründe einer Teilhabe? Welche (individuellen) Kompetenzen und welches Vorwissen bringen Bürger*innen in kollaborative Prozesse ein? Welcher Gestaltungsraum wird ihnen seitens der Kunstschaffenden eingeräumt? Wann und wo kommt es zu Konflikten und wie werden diese gelöst? Wer trifft welche Entscheidungen? Welche Rolle spielt Kunst in diesen Prozessen? Inwiefern kann Bürger*innen durch die Mitgestaltung von künstlerisch-kulturellen Interventionen/Projekten ein Handlungsraum für die Veränderung ihrer Lebenswelten gegeben werden? Diese Fragestellungen werden in der Lehrveranstaltung spezifiziert und die Studierenden aktiv in den Forschungsprozess eingebunden: Sie begleiten das Festival, indem sie mit verschiedenen Methoden Daten erheben, werten diese aus und suchen diese in den aktuellen Forschungsstand einzuordnen. Ihre Erkenntnisse werden dann im abschließenden Symposium präsentiert und mit Expert*innen aus den Kulturwissenschaften, künstlerisch-kulturelle Theorie und Praxis, Soziologie und Politikwissenschaften reflektiert.
Voraussetzung: Teilnahme an 7hoch2 - Der Stadtraum Salzburg als kulturelle Verhandlungszone (Teil A).

 

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Aufbaumodul: Grundlagen des Kulturmanagements: Kulturmanagement in Theorie und Praxis

Berufsfeld Kulturmanagement: Einführung in Theorie und Praxis (VÜ, 2-stdg., 4 ECTS, Siglinde Lang)

Das Berufsfeld Kulturmanagement ist seit Jahren kontinuierlich wachsend, verändert sich dabei laufend und stellt stets neue Anforderungen an seine Akteur*innen. Die Lehrveranstaltung verschafft interessierten Studierenden eine erste Einblick in die Viefalt des beruflichen Sektors Kunst & Kultur, wobei ein Schwerpunkt auf die freie und dezentrale Kulturarbeit gesetzt wird.
Gestartet wird mit einem Workshop, der Aufgaben und Tätigkeitsprofile von Kulturmanager*innen und Kulturarbeiter*innen, sowie strukturelle Zusammenhänge innerhalb dieses Arbeitsfeldes dialogisch und experimentierend erkundet. Die weiteren Einheiten geben vertiefenden Einblick in Projektmanagement, Finanzierung, Marketing, PR und Kunst-/ Kulturvermittlung - in Form von Projektarbeiten und Fallstudien sowie der Lektüre aktueller Forschungsliteratur. Drei Gastvorträge vermitteln einen Blick hinter die Kulissen.

 

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Aufbaumodul: Grundlagen des Kulturmanagements: Kulturelle Projektmanagementpraxis

Von der Idee zum Projektantrag: Schreibwerkstatt für Kunst- und Kulturprojekte (UE, 2-stdg., 2 ECTS, Anita Moser)

Um ein Kulturprojekt verwirklichen zu können, braucht es nicht nur eine zündende Idee und engagierte Projektbetreiber_innen, sondern auch eine gesicherte Finanzierung. Diese wiederum setzt die Kenntnis von Förderstellen und -abläufen sowie ein überzeugendes Projektförderansuchen voraus. In der Übung setzen wir uns anwendungsorientiert mit der Entwicklung von Ideen für künstlerisch-kulturelle Projekte und deren ‚Übersetzung’ in professionelle Projektanträge auseinander.

Was gilt es bei der Entwicklung und Planung künstlerisch-kultureller Projekte zu beachten? Welche Finanzierungsmöglichkeiten und Förderstellen passen zu welchem Projekt? Wie funktioniert Kulturförderung – etwa auf Stadt-, Landes- oder Bundesebene? Was sind die wichtigsten Bausteine eines Projektantrags? Was gilt es in Bezug auf Aufbau, Inhalt und Stil zu beachten? Wie sieht eine Kalkulation aus und welche Kosten sind zu bedenken?

Mit diesen Themen beschäftigen wir uns, wobei neben theoretischen Inputs und der Analyse von Good-Practice-Beispielen Gastgespräche Basis der Auseinandersetzung sind. Expert_innen berichten aus der Praxis und geben Tipps für das Verfassen und Einreichen von Projektanträgen. Weiters sind Workshops zu Schreib- und Kreativitätstechniken für Konzepte und zur Finanzierung sowie ein Webinar Teil der Übung. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Kulturprojektanträge (in Kleingruppen oder einzeln) so zu verfassen, dass sie bei einer Förderstelle eingereicht werden könn(t)en.

 

Zu den Workshops und Gastvorträgen

 

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Aufbaumodul: Kritische Kulturelle Produktion & Bildung: Kritische Kulturproduktion

Gesellschaftskritische Kunst- und Kulturproduktion (VÜ, 2-stdg., 4 ECTS, Elke Zobl)

In dieser Lehrveranstaltung werden Texte und Projekte zu gesellschaftskritischer Kunst- und Kulturproduktion vorgestellt und diskutiert. Wir beschäftigen uns einerseits mit Do-It-Yourself Kultur und kulturellem und künstlerischen Aktivismus im Kontext neuer sozialen Bewegungen. Der Fokus liegt auf feministischen, antirassistischen, kapitalismus- und machtkritischen Perspektiven sowie künstlerischen Projekten, die gesellschaftliche Strukturen hinterfragen und Visionen entwickeln.
Ziel ist einen Überblick über die Auseinandersetzungen in diesem Feld und Einblick in verschiedene kulturelle und künstlerische Projekte zu bekommen. Teile der LV sind ein Gespräch und Workshop mit dem Filmemacher Oliver Ressler (Wien) sowie eine Kooperation mit der Galerie 5020, die zum Jahresthema „Micro(u)topias" mit Fokus auf gesellschaftskritischer Kunstproduktion Gruppenausstellungen und Gesprächsreihen organisiert (http://galerie5020.at/programm/micro-u-topias). In Form von Zines bearbeiten wir die Themenstellung und verwenden die recherchierten Materialien für eine theoretische und künstlerische Aufarbeitung (z.B. in Form von Collagen, culture jamming etc.) Für den Materialpool greifen wir u.a. auf online Plattformen und Archive zurück.

 

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Aufbaumodul: Kritische Kulturelle Produktion & Bildung: Kollaborative Projektentwicklung

Gestaltung einer Ausstellung (UE, 2-stdg., 2 ECTS, Elke Zobl)

In dieser Übung erarbeiten wir gemeinsam Konzepte und Umsetzungsmöglichkeiten für eine Ausstellung und die Eröffnung. Dabei kooperieren wir mit 7hoch2 - Festival für zivile Auftragskunst. Studierende dokumentieren das Festival und bereiten die erarbeiteten Materialien und Projekte für die Ausstellung auf und gestalten diese. Die Ausstellung wird im Ausstellungsraum >enter< des Schwerpunktes Wissenschaft & Kunst im KunstQuartier umgesetzt.

 

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Das inklusive Museum. Zur Praxis eines Idealkonzepts (UE, 2-stdg., 2 ECTS, Luise Reitstätter)

Nach den 1970er Jahren mit dem Schlachtruf nach einer „Kultur für alle", institutionskritischen Stimmen in den 1990ern Jahren und der allseits ausgerufenen Partizipation seit den 2000ern Jahren, regiert heute das Stichwort Inklusion kulturpolitische Debatten. Doch wie gut steht es um das Konzept der Inklusion - im Sinne eines Einschließens verschiedenster Bevölkerungsgruppen - in der alltäglichen Museumspraxis? Die Lehrveranstaltung widmet sich dem Paradoxon, dass öffentliche Kultureinrichtungen zwar für alle da sein sollen, dies jedoch häufig noch mehr einem Wunsch als der Wirklichkeit entspricht, auch wenn punktuell Gegentendenzen sichtbar werden. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Konzept des inklusiven Museums fungiert das Salzburg Museum als konkreter Untersuchungsort, das mit seinen inklusiven Bemühungen bereits den Weg der Barrierefreiheit auch abseits baulicher Adaptierungen eingeschlagen hat. 2016 realisierte das Salzburg Museum etwa als eines der ersten Museen in ganz Österreich Leichte Sprache in der Textgestaltung der Landesausstellung. Die Begleitung des Forschungs- und Kulturvermittlungsprojekt „Sag es einfach. Sag es laut. Leichte Sprache als Schlüssel zum Museum" verbindet eine sozialwissenschaftliche Evaluation mit einem emanzipatorischem Kulturprojekt in Form eines Deutsch-Sprachkurses im Museum für jüngst nach Salzburg zugewanderte Menschen.

 

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Transformationspotential oder Machtpraxis? Künstlerische Kollaborationen in der internationalen Zusammenarbeit (UE, 2-stdg. 2 ECTS, Marcel Bleuer)

Künstlerische und kulturelle Projekte in der internationalen Zusammenarbeit erfahren derzeit viel Aufmerksamkeit. Private Stiftungen, NGOs und staatliche Organisationen arbeiten mit Kunst- und Kulturschaffenden zusammen, um beispielsweise marginalisierte Bevölkerungsgruppen zu stärken, Prozesse der sozialen Transformation zu unterstützen oder Dialog und Friedensbildung zu fördern.
In der Übung setzen wir uns mit solchen Praktiken, den zugrunde liegenden Interessen und institutionellen Strukturen auseinander. Anhand von gemeinsamen Recherchen und Diskussionen entwickeln wir ein Repertoir an kritischen Fragen und Reflexionsansätzen, mit denen wir dann konkrete Projekte analysieren.

 

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