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Artists' & Curators' Talk

In der Veranstaltungsreihe Artists' & Curators' Talk präsentieren und sprechen KünstlerInnen und KuratorInnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz, Film und Performance und reflektieren ihre Arbeitsprozesse.

 

Es werden Einblicke in die Vielfalt zeitgenössischer künstlerischer Praxen und ihrer Vermittlung gegeben und reflektiert. Wir nehmen Tendenzen der zeitgenössischen Kunstproduktion und des Kunstdiskurses vom je individuellen Standpunkt der Kunstschaffenden und -vermittelnden wahr und leiten daraus eigene Erkenntnisse über die Funktionsweise zwischen künstlerischen Arbeits- und Ausstellungsprozessen und ihren Bedingungen ab. Diese Erkenntnisse dienen als Kommunikationsgrundlage für die weitere Auseinandersetzung.

  • Wie vermittelt sich Kunst, was bedeutet Kuratieren?
  • Wie arbeiten KünstlerInnen und KuratorInnen zusammen?
  • Und welchen Blick haben internationale Kunstschaffende und -vermittelnde auf den Kulturstandort Salzburg?



9. November 2017: Annelies Senfter

Annelies Senfters Werke sind situiert zwischen Fotografie, Recherche und poetischer Erforschung, sowie investigativen Vorstellungen von Erinnerung und Trauma.

 

Annelies Senfter wurde 1980 in Lienz geboren. Sie graduierte in den Fächern Grafik und neue Medien, Textiles Gestalten, Werkerziehung an der Universität Mozarteum Salzburg und studierte Germanistik an der Paris Lodron Universität Salzburg. Annelies Senfter lebt und arbeitet in Salzburg und Lienz.


Zu ihren Einzelausstellungen aus jüngster Zeit zählen: Asking the Trees II, Galerie im Andechshof Innsbruck (2017), Coming to See, Salzburger Kunstverein Kabinett (2017), Warten. Künstlerischer Beitrag zu den Goldegger Dialogen, Kulturverein SCHLOSS GOLDEGG (2017).

Außerdem waren ihre Werke in folgenden Ausstellungen vertreten: Julia Rohn/Annelies Senfter - Artists in Residence 2016. Kunstraum St. Virgil, Salzburg; RLB Kunstpreis 2016. RLB Kunstbrücke Innsbruck; Das Anliegen. Kuratiert von Severin Dünser. Salzburger Kunstverein (2015).

 

Annelies Senfter war Stipendiatin des Virginia Center for the Creative Arts in den USA sowie der Emanuel und Sophie Fohn-Stipendienstiftung (2015). Ihre Arbeiten sind Teil der Fotosammlung des Bundes, der Sammlung Land Tirol und der Sammlung Land Salzburg.

 

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19. Oktober 2017: Stefan Kreiger

Stefan Kreiger ist ein Künstler, der mit viel Humor, Witz und vor allem technischem Können Themen zusammenführt, die man auf den ersten Blick nicht miteinander in Verbindung setzen würde. Das große, übergeordnete Thema in seinem Werk ist die pop-kulturelle Heldenverehrung und deren Bildsprache. Als Medium der Auseinandersetzung hat er eine klassische, expressiv sinnliche Form der Malerei gewählt.

 

Der Künstler bevorzugt Öl- und Acrylmalerei. Im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung hat er eine Malweise gefunden mit der er Bildinhalte auch stilistisch unterstreichen kann. Er setzt auf starke Hell-/ Dunkelkontraste und grafische Elemente, die als solche erkennbar bleiben sollen. Seine grobe, an-eckende Malweise steht im Kontrast zu einer sensiblen, reduzierten Farbpalette.

 

Stefan Kreiger (geb. 1981) studierte am Mozarteum, Lebt und arbeitet in Salzburg. Er hat sein Atelier in der alten Trachtenfabrik Schallmoos (Roittnerstr.9 Trachtenfabrik, Salzburg) wo wir ihn aufsuchen und zu seiner künstlerischen Praxis befragen werden.

 

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Impressionen: Atelierbesuch bei Stefan Kreiger, 19.10.2017

Fotos: Ute Brandhuber

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22. Juni 2017: Anette Freudenberger

Gespräch mit Anette Freudenberger, Kuratorin und Off-Space Betreiberin (Salzburg / Wien)

 

Unterschiedliche Institutionsformen, Ausstellungsräume und Kontexte bringen unterschiedliche Arten des Kuratierens hervor. Auch die verschiedenen Kunstszenen sind von vielen Faktoren und Beteiligten - Künstlerinnen wie KuratorInnen und viele Anderen - bestimmt.

 

Anette Freudenberger wird über diese Zusammenhänge und ihre eigenen Erfahrungen als Kuratorin sprechen. Sie war u.a. am Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen Düsseldorf und an der KünstlerInnenvereinigung Wiener Secession kuratorisch tätig, hat mehrere selbstorganisierte Ausstellungsräume in Köln und Wien betrieben sowie an der Akademie und der Angewandten in Wien unterrichtet. Außerdem hat sie für die Künstlerin Rosemarie Trockel und die Galerien Daniel Buchholz in Köln und Meyer Kainer in Wien gearbeitet.

 

Bildquelle: Ausstellungsansicht Min Yoon, Teachers, 10. - 27.7.2015, at Freudenberger, Wien

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18. Mai 2017: Antonia Lotz

Talk mit der Sammlungskuratorin der Generali Foundation Antonia Lotz in der von ihre kuratierten aktuellen Sammlungspräsentation „Foto Kinetik" am Museum der Moderne Salzburg (Do 18.5.2017, 14.00-16.30h)

 

Bewegung, Körper & Licht in den Sammlungen

Erstmals geht das Museum der Moderne Salzburg in einer Sammlungsausstellung der Verbindung von Bewegung, Körper und Licht nach. Kinetische Objekte, Performances und Filmarbeiten werden im Zusammenspiel mit Fotografien, Fotogrammen, Lithografien und Zeichnungen gezeigt. Die unterschiedlichen Bestände, wie jene der Sammlung Generali Foundation - Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, die Fotosammlung des Bundes, FOTOGRAFIS Bank Austria und hauseigenen des Museum der Moderne Salzburg ergänzen sich dabei ideal.

 

Die Darstellung eines bewegten Körpers faszinierte Künstler_innen schon lange vor der Erfindung von Foto und Filmkamera. Mit der technischen Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten haben Künstler_innen daran festgehalten, sich mittels klassischer Techniken der Schönheit und Komplexität von Bewegung zu widmen. Das Spektrum der Werke in der Ausstellung umfasst holografische Objekte, durch Licht erzeugte Papierarbeiten und den Einsatz des menschlichen Körpers wie im Tanz. Die Gegenüberstellung des Kinetischen und des Statischen findet sich in den Werken seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zu jüngsten Ankäufen wieder.

Werke von Marc Adrian, Francis Bruguière, Ernst Caramelle, Max Ernst, Simone Forti, Jaromir Funke, Andrea Geyer, Lotte Jacobi, Werner Kaligofsky, Barbara Kasten, Erika Giovanna Klien, Brigitte Kowanz, Ulrike Lienbacher, Heinz Loew, Marko Lulić, Luiza Margan, Dorit Margreiter, Gustav Metzger, László Moholy-Nagy, Eadweard Muybridge, Mathias Poledna / Karthik Pandian, Ferry Radax, Man Ray, Christian Schad, Alfons Schilling, Otto Steinert, Curt Stenvert, Helene von Taussig, Ian Wallace

Kuratorin: Antonia Lotz, Kuratorin Sammlung Generali Foundation



12.–13. Mai 2017: Ana Hoffner

Workshop "Afterimages - Künstlerische Praxis in konfliktreichen Zeiten" mit Ana Hoffner (Fr 12.5. - Sa 13.5.17: Präsentation, Diskussion und praktisches Arbeiten)

 

Bilder von Krisen, Konflikten und Kriegen scheinen uns zu verfolgen. Sie prägen sich in unser Gedächtnis ein und verfehlen dabei oft die Aktivierung von Empathie, Solidarität oder Möglichkeiten zu handeln. Mit welchen Zeitregimen operieren Bilder von Gewalt, mit denen wir wiederholt konfrontiert werden? Wie lassen sie sich analysieren und verstehen? Und wie ist eine künstlerische Praxis, die ihre Inhalte verschiebt, möglich? Anhand von Performances, Videos und Fotografien wird Ana Hoffner den Versuch einer Neuordnung der aktuellen politischen Dimension von Bildern von Konflikten und ihren Zeitlichkeiten vorstellen. Im Seminar werden einige der vorgestellten Methoden anhand von praktischen Übungen ausprobiert.

 

Afterimages - Art Practice in Times of Conflict

Images of crisis, conflict and war seem to haunt us. They leave heavy imprints on our memory and fail thebeby quite often to activate empathy, solidarity or possibilities of action. What are the regimes of time performed by repetitive images of violence we are confronted with? How to analyze and understand them? And how is art practice, which tries to shift their content, possible? Using performance, video and photography I will propose a rearrangement of actual political dimensions of images of conflict and their temporalities. In the seminar we will try out some of the proposed methods in short exercises.

 

Ana Hoffner widmet sich in ihrer künstlerischen Praxis der Sondierung konfliktbeladener Momenten in Geschichte und Politik und sucht nach queeren Aspekten in deren bildkulturellen Repräsentationen. In Performances, Video- und Fotoinstallationen stellt Hoffner Zeitlichkeiten, Beziehungen und Räume zwischen etablierten Perspektiven, ikonischen Erinnerungen und hochperformativen Ereignissen her. Hoffner verwendet dabei verschiedene Modi der Aneignung, wie beispielsweise die Neuinszenierung von Fotografien, Interviews und Berichten oder die Entkopplung von Körper und Stimme, Klang und Bild. Hoffner hat 2014 das PhD in Practice Programm an der Akademie der bildenden Künste abgeschlossen. Ihre Dissertation mit dem Titel "The Queerness of Memory - Historicity, Belatedness and the Embodiment of Trauma" beschäftigt sich mit dem Entwurf einer queeren Erinnerung an die Kriege in ex-Jugoslawien und erscheint dieses Jahr bei b_books Berlin.

 

Anmeldung: per Mail an Silvia.Amberger@sbg.ac.at

Ort: Kunstquartier (Bergstr. 12a, 1. OG, W&K)

Bildquelle: After the Transformation, Video installation, 2013, Photo: Yasmina Haddad



27. April 2017: Yasmina Haddad

Yasmina Haddad, Künstlerin und Off Space-Betreiberin zu Gast beim Artist Talk (14.00-16.30h, Galerie 5020, Residenzplatz 10, EG)

Yasmina Haddad wurde in Beirut/Libanon geboren und lebt in Wien. Sie arbeitet als Künstlerin, freie Fotografin und Mitbetreiberin der Off-space-school. Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis steht die Fotografie, wobei sie unterschiedliche Medien wie Objekte, Sound und Set Design mit einbezieht. Anfang 2000 war sie Mitglied der Band Rashim. Sie ist Gastlektorin am Institut für Fashion Design an der Schule für Gestaltung in Basel.

http://yasminahaddad.com

 

In dieser Veranstaltung werden Einblicke in die Vielfalt zeitgenössischer künstlerischer Praxen und ihrer Vermittlung gegeben und reflektiert. Wir nehmen Tendenzen der zeitgenössischen Kunstproduktion und des Kunstdiskurses vom je individuellen Standpunkt der Kunstschaffenden und -vermittelnden wahr und leiten daraus eigene Erkenntnisse über die Funktionsweise zwischen künstlerischen Arbeits- und Ausstellungsprozessen und ihren Bedingungen ab. Diese Erkenntnisse dienen als Kommunikationsgrundlage für die weitere Auseinandersetzung. Wie vermittelt sich Kunst, was bedeutet Kuratieren? Wie arbeiten KünstlerInnen und KuratorInnen zusammen? Und welchen Blick haben internationale Kunstschaffende und -vermittelnde auf den Kulturstandort Salzburg?

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23. März 2017: Constanze Schweiger

Constanze Schweiger bewegt sich in ihren Arbeiten zwischen Malerei, Grafik Design, Objekten und Fotografie. Im Seminar wird sie vor allem auf jüngere Bucharbeiten eingehen, die ihre bisherige Arbeit in einen Zusammenhang stellen.

Constanze Schweiger wurde in Salzburg geboren und lebt und arbeitet in Wien

constanzeschweiger.com

 

Bildquelle: Constanze Schweiger: Untitled (Robert Rauschenberg's Vow made out of a scarf), 2013, Oxford weave and gauze, Indian cane, 213,5 x 101,5 x 49,5 cm

 

 

 



09. März 2017: Franz Bergmüller

Der erste Termin am Donnerstag 9.3. findet mit dem Salzburger Künstler Franz Bergmüller in dessen aktueller Ausstellung BILD RAUM SCHNITT im Kunstraum pro arte am Schöndorferplatz 5 in Hallein statt. Wer gemeinsam mit dem Bus dorthin fahren möchte: Wir treffen uns an diesem Tag um 13:10 am Mirabellplatz - der Bus fährt um 13:19 ab.

Es gibt einen Artikel mit Info zu Franz Bergmüller auf diesem Blog. Recherchiert vor unserem ersten Gespräch die Arbeiten und überlegt Fragen zur Arbeit, zur Arbeitsweise und zum Künstler selbst.

Ateliersituation, 2016

Die Fotografie ist das wesentliche Medium, der Ausgangspunkt und das Material der künstlerischen Arbeit von Franz Bergmüller. Sie dient allerdings nicht der dokumentarischen Aufzeichnung und bleibt auch meist nicht in einer zweidimensionalen Form. Vielmehr ist das fotografische Abbild der Auslöser für eine Weiterarbeit hin zu fotografischen Objekten und raumgreifenden Installationen: durch Eingriffe in die Bildstruktur und Veränderung des Bildmaterials - wie z.B. das Aufschneiden der Oberfläche oder den Einbau mechanischer Apparaturen und elektronischer Steuerungen.

Für die Ausstellung im kunstraum pro arte werden bereits vorhandene Arbeiten mit aktuellen - für die Ausstellung geschaffenen fotografischen Objekten - zu einer raumgreifenden Inszenierung in Beziehung gesetzt. Ähnlich einer Ateliersituation soll der prozesshafte und offene Charakter der künstlerischen Arbeit in der Ausstellung verdeutlicht werden. Inhaltlich setzen sich die Arbeiten einerseits mit dem Medium der Fotografie selbst auseinander und mit den darauf bezogenen Fragen der Bildwahrnehmung, der Bildrealität und des Bildmaterials. Andererseits sind die Beschäftigung mit den philosophischen Begriffen der Zeit und der Vergänglichkeit und die Positionierung der eigenen Person im Spannungsfeld zwischen Innen- und Außenraum und im gesellschaftlichen Kontext immer wiederkehrende Themen der künstlerischen Auseinandersetzung.

franzbergmueller.net