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Die Feministin und ihr Gender – Polemische Gedanken zu einer umstrittenen Kategorie

08.03.17

Anne Fleig (Berlin) eröffnet am 8. März mit Ihrem Vortrag die Ringvorlesung "Polemik und Gender. Konstruktionen – Distinktionen – Provokationen" des Programmbereichs Kunstpolemik - Polemikkunst (18.00–19.30h, Unipark, Erzabt-Klotz-Str. 1, E.002).

Von 8. März bis 28. Juni 2017 findet, jeweils am Mittwoch um 18.00-19.30h, im Unipark Nonntal mit Vortragenden aus unterschiedlichen Disziplinen die öffentliche Ringvorlesung "Polemik und Gender. Konstruktionen - Distinktionen - Provokationen" statt.

 

Programm

Plakat

 

Am 8. März spricht Anne Fleig, sie ist Professorin für Neuere deutsche Literatur mit einem Schwerpunkt Geschlechterforschung an der FU Berlin, über "Die Feministin und ihr Gender. Polemische Gedanken zu einer umstrittenen Kategorie".

Wer sind die Subjekte des feministischen Projekts? Wie hängen feministische Theorie und Gender-Diskurs zusammen? Und ist Gender überhaupt noch eine kritische Kategorie? Diesen Fragen geht der Eröffnungsvortrag der Ring-Vorlesung „Polemik und Gender" nach. Der Ausdifferenzierung des Gender-Diskurses steht eine Popularisierung des Begriffs gegenüber, die sich immer stärker gegen die Geschlechterforschung zu wenden beginnt. Gerade am Internationalen Frauentag sollen daher noch einmal die Genese und Durchsetzung des Gender-Begriffs, seine kritischen Implikationen und seine Zukunftsperspektiven reflektiert werden.

 

Die Auseinandersetzung mit der Geschlechtergeschichte der Literatur bestimmt Anne Fleigs Forschung auf verschiedenen Ebenen. Produktion und Rezeption von Literatur vollziehen sich nicht unabhängig von den jeweiligen Geschlechternormen und Verhältnissen ihrer Entstehungszeit, und auch die Literatur selbst lässt sich in ihrem Zusammenspiel von inhaltlichen, formalen und gattungshistorischen Aspekten kaum ohne Reflexion auf die Konstruktion von Weiblichkeit und Männlichkeit erschließen. Nach gut dreißig Jahren literaturwissenschaftlicher Geschlechterforschung, die von den Emanzipationsansprüchen der gelehrten Frauen in der Frühen Neuzeit bis zu den postfeministischen Alphamädchen von heute reicht und eine Vielzahl theoretischer Ansätze umfasst, stellt sich auch die Frage nach ihren zukünftigen Aufgaben. Dabei gilt es, Erfolge der Geschlechterforschung - von der Frauenbewegung der 1970er Jahre bis hin zur Institutionalisierung der Gender Studies seit den 1990er Jahren - zu bilanzieren, aber auch ungelöste Probleme wie die Folgen der Unterscheidung von sex und gender noch einmal zu durchdenken. In der immer wieder neu zu führenden Auseinandersetzung über die Geschlechter und die Geschlechterdifferenz liegt ein Potenzial, das die Verbindung von Literaturgeschichte und Theorie weiterhin zu einer großen Herausforderung macht.

mehr zu Anne Fleig

 

Sie ist Herausgeberin der Publikation "Die Zukunft von Gender. Begriff und Zeitdiagnose" in der Reihe Politik der Geschlechterverhältnisse im Campus Verlag aus dem Jahr 2014.

 

Über das Buch

Gender-Mainstreaming beschäftigt die Behörden, Gender und Diversity bilden wichtige Managementinstrumente global agierender Unternehmen und es gibt wohl kaum eine Bildungseinrichtung, die nicht auch Gender-Kompetenz vermitteln möchte. Doch was steckt hinter dem Begriff »Gender«, wie ist es zu seiner Popularität gekommen? In welchem theoretischen und zeithistorischen Kontext ist Gender als Kategorie entstanden, und was ist aus der Unterscheidung von Sex und Gender geworden? Welche Folgen hat der häufig ungenaue, ja unbedarfte Wortgebrauch für die Geschlechterforschung? Und schließlich: Welche Zukunft hat der Begriff Gender? Ausgehend von diesen Fragen entwickeln die Autorinnen des Bandes aktuelle Ansätze feministischer Kritik mit dem Ziel, neue interdisziplinäre Perspektiven für die Geschlechterforschung zu entwerfen.

Campus Verlag

 

Konzeption: Hildegard Fraueneder (Mozarteum), Christa Gürtler (FB Germanistik), Christopher F. Laferl (FB Romanistik), Ralph Poole (FB Amerikanistik), Norbert Chr. Wolf (FB Germanistik)

 

LV-Leitung: Hildegard Fraueneder (Mozarteum) und Christa Gürtler (FB Germanistik)

 

Ort/Zeit: MI 8.3.-28.6.2017; 18.00-19.30h, Unipark, Erzabt-Klotz-Str. 1, E.002 (Agnes Muthspiel)

 

Studierende können in PlusOnline bzw. MozOnline die LV unter der Nr. PLUS 901.319 / MOZ 90.1319 belegen.

 

Bildquelle: Fotostudio menarc



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