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Lehrveranstaltungen Wintersemester 2017/18

01.10.16

Lehrveranstaltungen aus dem Programmbereich Kunstpolemik-Polemikkunst: Aktuelle Kunst: Hildegard Fraueneder // Transkulturelle Polemik: Migrationsliteratur als Weltliteratur?: Christa Gürtler, Eva Hausbacher // Back to basics: aktuelle Trends und Gegentrends in Mode, Kunst und Gesellschaft: Silke Geppert // Artists' and Curators' Talk: Elisabeth Schmirl

Aktuelle Kunst: Hildegard Fraueneder (PLUS 901.324/MOZ 12.8003)

Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung steht der gemeinsame Besuch relevanter Salzburger Kunstinstitutionen und die Auseinandersetzung mit deren Ausstellungsprogrammen der zeitgenössischen Kunst. Die Studierenden beschäftigen sich mit künstlerischen Werken, Positionen und Richtungen seit den 1960er Jahren. Sie analysieren und interpretieren Einzelwerke und künstlerische Konzepte, sie diskutieren aktuelle Fragestellungen und Positionen der zeitgenössischen Kunst und erarbeiten Kriterien zur kritischen Betrachtung, Beschreibung und Analyse. Sie erhalten einen Einblick in die Vielfalt zeitgenössischen künstlerischen Handelns und lernen kuratorische Konzepte und Vermittlungsinstrumente kennen und die unterschiedlichen Präsentationsformen zu reflektieren. Sie setzen sich mit Verfahren, Strategien und Perspektiven, die künstlerisches wie auch kuratorisches Handeln in einem globalisierten kulturellen Feld prägen, auseinander und lernen diese mit künstlerischen Fragestellungen zu verbinden.

Ein Termin pro Monat findet im Modus einer Vorlesung statt, in der das notwendige Wissen zu den Diskursen der Gegenwartskunst aufbereitet und vermittelt wird. Ziel der Lehrveranstaltung ist die Befähigung, grundlegende Fragen des aktuellen Kunstdiskurses zu diskutieren und verschiedene Aspekte des Kunstdiskurses unterscheiden. Die Studierenden werden zu einem genauen Betrachten und Reflektieren angehalten und dazu motiviert, auch neue Perspektiven einzunehmen, um andere Aspekte eines Werkes zu sehen und zu erkennen.

 

Transkulturelle Polemik: Migrationsliteratur als Weltliteratur?: Christa Gürtler / Eva Hausbacher (SE PLUS 901.323/MOZ 90.1323)

Sowohl gesellschaftliche als auch künstlerische Migrationsdiskurse werden vielfach von polemischen Debatten begleitet. In der Literaturwissenschaft provoziert insbesondere die Verhandlung von Migrationsliteratur als „Neue Weltliteratur" Auseinandersetzungen mit dem etablierten Konzept der

Nationalliteratur(en). Im ersten Teil des Seminars wird die Entwicklung von Migrationsliteratur von einer Literatur der „Ränder" über transkulturelle literarische Formationen hin zu sog. „welthaltigen" Texten nachgezeichnet, die in kritischer Abgrenzung zur klassischen Weltliteratur zu verorten sind.

Anhand der Analyse ausgewählter Beispieltexte (u.a. Tomer Gardi: „Broken German. Roman", Literaturverlag Droschl, 2016; Barbi Marković: „Superheldinnen. Roman", Residenz Verlag, 2016) werden jene Textverfahren erarbeitet, die polemische Impulse auslösen können, wie z.B. der mimikrierende Einsatz kultureller Stereotype und Klischees, der „Angriff" auf sprachliche Normen durch Code Switching oder bewusst fehlerhafte Sprachverwendung, sprachliche Hybridisierungen durch den Sprachwechsel der AutorInnen oder das Aufbrechen (nationaler) Erzählmuster bzw. -traditionen.

Als zentraler Teil der Lehrveranstaltung findet am Freitag, 10. November 2017 (14 - 20 Uhr) ein Workshop zum Thema statt, der von den Studierenden vor- bzw. nachbereitet und aktiv mitgestaltet wird.

Programm: Einführender Vortrag: Univ.Prof.Dr. Eva Hausbacher, Vortrag Dr. Sandra Vlasta, Universität Mainz, Lesung und Gespräch: Tomer Gardi „Broken

German", Moderation: Univ.Prof. Dr. Anne Betten. Lesung und Gespräch: Barbi Marković „Superheldinnen", Moderation: Dr. Christa Gürtler

 

Back to basics: aktuelle Trends und Gegentrends in Mode, Kunst und Gesellschaft: Silke Geppert (PLUS 901.321/MOZ 90.1321)

Beschreibung: Die Mode ist heute so unübersichtlich vielfältig wie die Kunst. Doch trotz der Polyfonie der Stile findet derzeit ein Stil des wachsenden Moralismus und der Sehnsucht nach Vereinfachung statt. Das Kunstsystem und die Mode agieren heute ähnlich im Verständnis von Luxus aber auch in ihrem Celebrity-Prinzip. Angesichts der immer hektischeren Zyklen lernt nun im Gegenzug die Mode verstärkt von der Kunst - von deren Strategien das System zu polemisieren. Statt der beschleunigten global austauschbaren Dynamik geht es, nach einer Phase der Retrofetische in Mode und Kunst vermehrt um Begriffe wie „Realness" und „Authentizität".

Modemarken, wie Céline, Prada oder Vetements, die ausdrücklich mit Kunst in Verbindung gebracht werden wollen, verkaufen ihre Teile als „Sammlerstücke" und werden ähnlich wie Kunstwerke als Investment gehandelt. Rohstoffverbrauch, der für die unerschöpfliche Produktparade nötig ist,

wird dämonisiert und Recycling und Remixing sind in Kunst und Mode häufig zu findende Strategien - Verantwortung ist der neue Schlüsselbegriff für nachhaltigen Luxus im Mode und im Kunstbetrieb.

Ziel der Lehrveranstaltung ist es aktuelle Diskurse des Kunst- und Modesystems unter dem Aspekt der Zeitlichkeit zu befragen. Wie haben sich unter diesem Fokus die Funktionsweisen im System der Mode und der Kunst geändert und angepasst und mit welchen Strategien reagieren seine Protagonistinnen und Protagonisten darauf?

 

Artists' and Curators' Talk Elisabeth Schmirl (PLUS 901.322/MOZ 90.1322)

Beschreibung: Was tut sich in der internationalen Kunstszene? Welche überregionalen Entwicklungen und Strömungen prägen aktuelle künstlerische Positionen? Wie funktioniert eine zeitgemässe künstlerische Praxis, und was sind deren Bedingungen? In der Lehrveranstaltung werden Einblicke in die Vielfalt zeitgenössischer künstlerischer Praxen und ihrer Vermittlung gegeben und reflektiert. Wir nehmen Tendenzen der zeitgenössischen Kunstproduktion und des Kunstdiskurses vom je individuellen Standpunkt der Kunstschaffenden und -vermittelnden wahr und leiten daraus eigene Erkenntnisse über die Funktionsweise zwischen künstlerischen Arbeits- und Ausstellungsprozessen und ihren Bedingungen ab. Diese Erkenntnisse dienen als Kommunikationsgrundlage für die weitere Auseinandersetzung. Wie vermittelt sich Kunst, was bedeutet Kuratieren? Wie arbeiten KünstlerInnen und KuratorInnen zusammen? Und welchen Blick haben internationale Kunstschaffende und -vermittelnde auf den Kulturstandort Salzburg?

In der Veranstaltungsreihe Artists' & Curators' Talk präsentieren und sprechen KünstlerInnen und KuratorInnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz, Film und Performance und reflektieren ihre Arbeitsprozesse.

Anmeldung: Info zu Anmeldung und Zulassung unter www.w-k.sbg.ac.at/lehrangebot-von-wk/anmeldung



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