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Robert Hoffmann

Kunst im Nationalsozialismus I: Geschichte und ihr Nachhall

Robert Hoffmann: Insel der Seligen? Salzburgbilder in der nationalsozialistischen Ära

Nach Ansicht von Gauleiter Rainer war Salzburg noch 1941 eine „Insel der Seligen", die „mitten im Lärm der Schlachten" ein „kultiviertes Leben" weiterführte. Auch unter den Nationalsozialisten lief die Imagepflege Salzburgs im Grunde auf eine Tradierung der überlieferten Klischees der "schönen Stadt" und der "Mozartstadt" hinaus, wenn auch unter großdeutschen Vorzeichen. Die "Sendung" der Stadt wurde als "Metropole der Kunst" imaginiert, im Zeichen Mozarts und im Namen "des Zaubers der Architektur der Stadt und der Landschaft", ein Programm das durch den angeblichen Wunsch Hitlers legitimiert wurde, aus Salzburg „eine Metropole des Geistes- und Kulturlebens" zu machen. Nicht in allem waren sich die Machthaber aber einig. Während die regionale Parteielite durch die projektierte Umgestaltung der „deutschen Stadt" eine Überwindung des barocken Ambientes im nationalsozialistischen Geist anstrebte, forderte Propagandaminister Goebbels, dass die Festspiele „aus der Atmosphäre dieser Barockstadt heraus geschaffen werden" müssen.


Univ.-Prof. Dr. Robert Hoffmann: Geb. 1946 in Salzburg. Studium der Geschichte an den Universitäten Salzburg und Zürich. Dissertation (1971) zur britischen Österreichpolitik während der Pariser Friedenskonferenz 1919. 1970 bis 1972 Forschungsaufenthalt am Institut für Europäische Geschichte in Mainz. Danach Bearbeiter des FWF-Projekts „Kirchen und Kolonisation". 1976 als Universitätsassistent am Institut für Geschichte. 1986 Habilitation für „Allgemeine Geschichte der Neuzeit und Neuere Österreichische Geschichte". 1997 Verleihung des Berufstitels eines Universitätsprofessors. 2001 bis 2004 Vorstand des Instituts für Geschichte.

Literatur:

Robert Hoffmann, Mythos Salzburg. Bilder einer Stadt. Salzburg 2002.

Heinz Dopsch/Robert Hoffmann, Salzburg. Die Geschichte einer Stadt. 2. aktualisierte Auflage. Salzburg, Wien, München 2008

Robert Hoffmann, Das Salzburger Jahndenkmal im ideologischen und zeithistorischen Kontext, in: Salzburg Archiv 30 (2005), S. 321-334.


Silke Wenk: Zwischen Schauzwang und Schauverbot: Zu den Schwierigkeiten des Umgangs mit Zeugnissen der visuellen Kultur des Nationalsozialismus

Silke Wenk lehrt an der Universität Oldenburg mit den Schwerpunkten Kunstgeschichte der Moderne, Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien.

 

Anschließend Diskussion mit Gert Kerschbaumer, Gerhard Plasser und Susanne Rolinek. Moderation: Hildegard Fraueneder.

Fotos von der Ringvorlesung am 11.11.2010

Robert Hoffmann, Hildegard Fraueneder
Silke Wenk
Gerhard Plasser